Journalist & Autor

Die Sieger stehen fest: Mein Grüner Pinocchio 2014

Viele Journalisten durften sich Hoffnung machen, es herrschte harte Konkurrenz. Jetzt stehen die Besten nach mühevoller Arbeit der Jury fest: Ich präsentiere die Gewinner des „Grünen Pinocchio 2014“. Eigentlich klangen meine Wettbewerbsbedingungen nach einer lösbaren Aufgabe: „Prämiert werden Artikel“, hieß es in der Ausschreibung, „in denen Sachverhalte der Energieerzeugung absichtsvoll verdreht und mit Grünsprech verbunden werden, um ein möglichst verzerrtes Propagandabild zu erzeugen.“ Wo, so mögen sich viele gesagt haben,  liegt da die Herausforderung?  Aber sehen Sie selbst, auf welch hohem Niveau sich die Finalisten des Jahrgangs 2014 bewegten.

Zu einem dritten Preis reicht es für die „Zeit“,  die am 31. Januar 2014 kurz nach dem vorläufigen Insolvenzantrag der Itzehoer Windenergiefirma Prokon schrieb: „Die fasche Pleite“.
Von den damals schon bekannten Umständen, dass Wirtschaftsprüfer der Firma 2013 ein Testat der Bilanz verweigerten, Prokon schon über 170 Millionen Euro Verlust schrieb und Verbraucherschützer seit Jahren warnten, das Geschäftsmodell des Gurus Carsten Rodbertus könne gar nicht aufgehen, lässt sich der „Zeit“-Autor nicht beirren. Er schreibt:

„Eine Pleitefirma, die vielleicht gar nicht pleite ist, das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit im Fall Prokon. Eine andere: Ein Unternehmen, das die Energiewende mitgestaltet, wird als Betrügerfirma denunziert. Zehntausende Anleger, die es für klug hielten, in Sachwerte zu investieren, die sie sich nach kurzer Autofahrt ansehen können, müssen sich jetzt nachsagen lassen, dumm, gierig oder beides zu sein…Was ist passiert? Prokon hat sogenannte Genussrechte ausgegeben, um Kapital zu beschaffen. Dabei handelt es sich um ein Zwischending von unternehmerischer Beteiligung und Festzinspapier, für das es keine besonderen gesetzlichen Regeln gibt. Der Verkaufsprospekt von Prokon ist vorbildlich und gut verständlich.“

Das meint die Jury: Zu loben ist die Konsequenz, mit der die „Zeit“ teilweise wortwörtlich Argumente des Prokon-Gründers übernimmt und auf Zahlen und Fakten weitgehend verzichtet, um die Geschichte des denunzierten Ökopioniers zu erzählen. Allerdings: leider kam der Beitrag etwas spät.  Vor dem Insolvenzantrag hätte er noch etliche Leser zum Kauf eines Anteilsscheins animieren können. Schade. Alles in allem: Bronze.

„Spiegel Online“ wagt da etwas mehr, nämlich den zielgerichteten schöpferischen Umgang mit Zahlen. Am 1. Oktober 2014 meldet die Plattform den Siegeszug der grünen Energien in Deutschland:

„Energiemix: Erneuerbare sind Deutschlands wichtigste Stromquelle“.
Im Text erfährt der Leser dann, dass alle Grünenergiequellen zusammen 27,7 des deutschen Stromverbrauchs abdecken. Nun könnte man einwenden, dass die nichtgrünen Energien mit 72,3 Prozent immer noch die etwas größere Quelle darstellen. Aber auch die größte Einzelquelle bleibt mit weitem Abstand Kohle (44,8 Prozent). Erst dadurch, dass SpOn ohne sachlichen Anlass Kohlestrom in Braun- und Steinkohle auseinanderrechnet und auf der anderen Seite alle Grünstromarten von Wind über Sonne und Biogas bis zum Wasserkraftwerk zusammenzählt, geht das agitatorische Wunderwerk auf.

Das meint die Jury: Im Ansatz durchaus elegant, allerdings nicht für Leser geeignet, die selbst rechnen. Deshalb Silber.

Wie es wirklich geht, zeigt der „Stern“ vom 28. Mai 2014 in seiner Titelgeschichte: „100 Gründe, Deutschland zu lieben“. Grund 68 lautet:

„Weil wir die Energiewende durchziehen. Inzwischen stammt mehr als jede vierte Kilowattstunde Strom aus sauberen, erneuerbaren Quellen. Spätestens 2050 werden es 100 Prozent sein, jede Wette…Wir sollten weiter Tempo machen. Der Ölpreis steigt unaufhörlich weiter in die Höhe…In einigen Jahren werden auch die Letzten einsehen, dass die Umstellung auf grüne Energie unterm Strich ein Schnäppchen war. Zurzeit zahlen wir Deutsche jedes Jahr fast 100 Milliarden Euro vor allem an arabische Ölscheichs und russische Gasbarone… All das können wir uns sparen, Sonne und Wind liefern kostenlos. Was ist dagegen die eine Billion Euro, die Ex-Umweltminister Peter Altmaier schlimmstenfalls für die Energiewende veranschlagt?“

Nun wird Deutschland, jede Wette, auch 2050 oder 2080 nicht zu 100 Prozent von grüner Energie leben, sofern es nicht gelingt, Hochnebel, Windstille und die Nacht abzuschaffen, alles Faktoren, die das Ökostromaufkommen immer wieder auf weniger als fünf Prozent der installierten Leistung drücken und heute wie in Zukunft einen kompletten konventionellen Kraftwerkspark nötig machen. Der Ölpreis lag 2013 zeitweise um die 120 Dollar pro Barrel, als der „Stern“ in den Druck ging, kratzte er noch um die 110 Dollar, dann fiel er unaufhörlich weiter bis auf derzeit gut 60 Dollar.

Öl und Gas für knapp 100 Milliarden wandeln die Einkäufer in Deutschland ganz überwiegend in Mobilität und Wärme um (Gas zu 90 Prozent), zur Stromproduktion tragen sie folglich kaum etwas bei. Nur 20 Prozent des Energieverbrauchs entfällt auf den Strom; die 27 Prozent Ökostrom davon kosten wiederum gut 23 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Schnäppchen! Kratzbürstige „Stern“-Leser fragen sich möglicherweise nur, wer eigentlich die Billion kassiert, wo doch Sonne und Wind kostenlos liefern.

Das meint die Jury: Der ganzheitliche Ansatz überzeugt, nicht an einzelnen Zahlen herumzuschrauben, sondern eine ganz eigene modellierte Realität zu erschaffen. Das sollte den neuen Standard der Energiewendeberichterstattung setzen. Also: Gold. Und Tusch!

Als Preise winken den Selbstabholern, in der Reihenfolge von drei bis eins, eine Jürgen-Trittin-Gedächtnis-Eiskugel im Wert von 25 Euro, ein handgezeichneter Prokon-Genussschein und ein signiertes Exemplar des Buches „Der grünen Blackout. Warum die Energiewende nicht funktionieren kann“.

Kein grüner Pinocchio-Sieger? Macht nichts. Das Sachbuch „Der grüne Blackout. Warum die Energiewende nicht funktioniert“ kann man auch kaufen: bei Amazon als E-Book für 3,99 Euro und als Paperback für 9,99 Euro

Schach ohne Würfel – Wenn Politiker über die Energiewende reden

Schach ohne Würfel – Wenn Politiker über die Energiewende reden

In immer mehr Schulen gilt die so genannte Kompetenzorientierung als ultimative Pädagogik. Das bedeutet: Schüler sollen kein altmodisches Wissen mehr erwerben, sondern Kompetenzen. Sie müssen nicht mehr wirklich eine Verhältnisgleichung lösen oder einen halbwegs fehlerfreien Aufsatz schreiben können. Eine kompetent wirkende Powerpoint-Präsentation tut es auch. Fakten, falls benötigt, kann jeder googlen. Der Darmstädter Pädagogikprofessor Peter Euler erfand dafür den schönen Begriff „Fassadenkompetenz“. Mit ihrer profunden Kompetenz-statt-Wissen-Ausbildung gehören die Schüler allerdings nicht zur Avantgarde. Eher zu gesellschaftliche Mainstream. Am besten zeigt sich in der Energiewendediskussion der Politiker, wie sehr Fachkenntnisse überschätzt werden. Im Streit um die künftigen Stromtrassen, der zurzeit zwischen dem Bund, Bayern, Hessen und Thüringen tobt, meldete sich der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei:

“Zunächst muss geklärt werden“, meinte Ramelow, „wer wie viel Strom in seinem Bundesland produzieren wird. Daraus leitet sich dann ab, welche neuen Stromtrassen tatsächlich notwendig sind und welche bestehenden Trassen nachgerüstet werden können.”

Möglicherweise glaubt der Regierungschef tatsächlich, dass sich daraus etwas ableitet. Aber es lässt sich erstens schon kaum sagen, welches Land wie viel Strom produzieren wird, da der Anteil der Grünenergie stetig wächst – und deren reale Energieerzeugung deutschlandweit zwischen 100 Prozent Bedarfsdeckung bei viel Wind und Sonne und weniger als fünf Prozent bei trübem Himmel und Flaute schwankt. Möglicherweise meint Ramelow die installierte Leistung in den einzelnen Bundesländern, also die technische Erzeugungskapazität. Aber auch die hilft bei der Rechnung nicht viel weiter. Denn ganz gleich ob reale Produktion oder Kapazität – es kommt erstens auch darauf an, wie viel Strom eine Region selbst verbraucht. Schleswig-Holstein etwa will am Ende seiner Windrad-Ausbaupläne das Sechsfache des eigenen Strombedarfs produzieren. Es braucht also dringend Leitungen, um den an vielen Tagen anfallenden Überschuss abzutransportieren. Zweitens spielt es eine Rolle, ob ein Land überwiegend Flatterstrom aus Wind und Sonne erzeugt oder Grundlaststrom aus Kohle und Gas. Wer vor allem auf Wind und Solarkraft setzt, braucht nicht nur Stromtrassen, die ihm dann umgekehrt Strom liefern, wenn das Wetter gerade die Energiegewinnung sabotiert, er benötigt auch die Sicherheit, dass irgendwo anders noch ausreichend konventionelle Kraftwerke bereitstehen, die einspringen können. Und drittens sollen die Stromtrassen nicht die Probleme der Gegenwart lösen, sondern die ab 2022, wenn das letzte Atomkraftwerk vom Netz geht. Es hängt also alles mit allem zusammen, was die Rechnung mit mehreren Unbekannten etwas schwierig macht. Wer installierte Kapazität mit Erzeugung und Zufallsstrom mit Grundlast verwechselt beziehungsweise die Unterschiede souverän ignoriert, könnte auch Dartpfeile auf eine Deutschlandkarte werfen und die Treffer verbinden – fertig wäre das Stromnetz.

Trösten kann sich Ramelow damit, dass er nicht als einzige Politiker die „Kompetenzenkompetenz“ (E. Stoiber) pflegt, also die Fähigkeit, einen Anschein zu erwecken. Bis heute gehört Cem Özdemirs TV-Auftritt von 2011 zu den Hits bei Youtube. (Hier geht’s zum Video). Damals redete der Grüne über die Stromproduktion in Deutschland, indem er mit hochkompetentem Gesichtsausdruck von erzeugten „Gigabyte“ redete. Die installierte Leistung hielt er für „Produktion“, ferner verblüffte er mit dem Rechenbeispiel, Deutschland verbrauche in Spitzenzeiten „80 Gigabyte“, erzeuge aber „140 Gigabyte“, um zu folgern: „Das Anderthalbfache haben wir also übrig von dem, was wir brauchen.“  Der Vortrag erinnert an den von Jan Böhmermann für Lukas Podolski getexteten Satz: „Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel.“

Özdemirs grüne Kollegin Katrin Göring-Eckardt wiederum erfand im Wahlkampf 2013 Pommesbuden, die von der EEG-Umlage befreit wären – was einen Jahresverbrauch der Kartoffelbräterei von 1000 Megawattstunden voraussetzen würde.  (Siehe: http://zdfcheck.zdf.de/faktencheck/eeg-umlage/)

Leider gibt es einen Unterschiede zwischen Politikern und kompetenztrainierten Schülern: die können notfalls tatsächlich die Winkelsumme im Dreieck googlen. Den Energiewendepolitikern geht es eher wie Piloten,die darüber rätseln, wie man die Kiste wieder herunterbekommt, während die Spritanzeige schon im roten Bereich steht. Die Verantwortlichen in Bundestags und Staatskanzleien simulieren zwar auch eine Lagebeherrschung, genau so wie der Sechstklässler beim Powerpointen. Aber sie sitzen an echten Steuerknüppeln.

Die Achse und die Guten

Die Achse und die Guten

In eigener Sache: Seit mehreren Jahren schreibe ich für eines der meistbesuchten deutschen Autorenblogs. Journalisten etablierter Medien halten diese Plattform für schlimm. Denn sie wollen nur das Beste für uns.

Normalerweise kommt die „Achse des Guten“ in etablierten Medien kaum vor. Darüber kann ein Achse-Autor nicht klagen:  Es versteht sich von selbst, dass Print-Vertreter nicht noch Aufmerksamkeit organisieren wollen, wenn ein Autorenblog steigende Leserzahlen und sogar zahlende Abonnenten verbucht, während das eigene Geschäftsmodell beschleunigt schmilzt. Außerdem kommen die Qualitätsmedien der Republik von der „Süddeutschen Zeitung“ bis zur „Zeit“ mit ihren schönsten Stellen oft genug in Achse-Texten vor. Seit kurzem genießt die Achse allerdings ein Allzeithoch an Aufmerksamkeit, zuletzt in der „Zeit“. Das Hamburger Blatt schreibt am 29. Januar 2015: „Ohne mich. Der Publizist Michael Miersch hat das Blog ‚Achse des Guten’ verlassen, weil es ihm zu feindselig wurde“.

Um es gleich zu sagen: Ich bedaure den Abschied Michael Mierschs als Autor außerordentlich, und freue mich darüber, dass er der Achse neben Henryk Broder und Dirk Maxeiner als Miteigentümer erhalten bleibt. Die Gründe für seinen Teilabgang im Zorn sind mir auch alles andere als gleichgültig. Aber nun zur „Zeit“, die erst einmal die passende Fallhöhe schafft, um über die feindselige Achse berichten zu können.

„Bühne frei für eine liberale Gegenöffentlichkeit, pro Israel, pro Amerika, pro Kapitalismus, gegen die Untergangsbeschwörungen der Umweltbewegung – das war der Gründungsimpuls für das politischer Blog Achse des Guten“,

schreibt Autorin Miriam Lau. Um dann den moralischen Niedergang der Autorenplattform seit 2004 zu vermessen:

„Aus der Flaschenpost von damals ist eines der meistbesuchten politischen Blogs Deutschlands geworden. Aber ausgerechnet jetzt, da die Achse des Guten monatlich eine Million Besucher verzeichnet, verabschiedet sich einer der Gründer: Michael Miersch, 58, ist entsetzt über die Richtung, die das Blog zuletzt genommen hat.“

Es folgen Zitate aus Michael Mierschs Text  „Na dann ohne mich“, den er, wie die „Zeit“ etwas irreführend schreibt, „auf Facebook“ veröffentlicht habe.

Schließlich folgt Laus Gesamturteil über das Blog:

„Mit seinem Hohn über ‚linke Schlampen’, über Schwule, das längst islamisierte Deutschland und das „parasitäre Pack“ von Gutmenschen ist Broder und seinem Mitstreiter Maxeiner nun ein Beifall sicher, den sie mit dem ursprünglichen Kreis freiheitsliebender Heimatloser nie erreicht hätten.“

Interessanterweise handelt es sich bei dem Zeit-Text um ein ziemlich originalgetreues Remake eines Textes, der schon 2012 auf zeit.de erschien,  in einer Phase also, in der sich Michael Miersch noch als höchstaktiver Schreiber an Bord der Achse befand. Autor  damals: Jörg Lau. Auch er beginnt mit dem taktischen Lob, um das Maß der Verkommenheit dann um so eindrucksvoller  vorzuführen: 

“Achse des Guten” war einmal ein radikal liberales Blog, stolz darauf, sich keine Denkverbote auferlegen zu lassen und den mittigen Mainstream herauszufordern.“

Dann folgt ein Zusammenschnitt aus einem Text Henryk Broders, der sich über Tsafir Cohen lustig macht, einen ehemaligen Autor eines Schwulen-Guides für Berlin, der später für die politisch einäugige Organisation Medico in Ramallah arbeitete und dort offenbar großzügig über die Gewalttätigkeit der Fatah hinwegsah, die er offenbar als Nebenwiderspruch beim Kampf gegen Israel betrachtete. Lau klempnert einige Halbsätze Broders zu einem Metatext zusammen:

„Abstoßend ist Broders Wortwahl, wo es darum geht, Tsafrir Cohen zu disqualifizieren. Er läßt sich lange und eingehend über Tsafrirs Homosexualität aus. Man wird darüber informiert, dass Tsafrir vor langer Zeit einen Schwulen-Guide für Berlin geschrieben hat, bevor er vor einigen Jahren das Medico-Büro in Ramallah übernahm.“ Und schließlich heißt es über die NGOs in den palästinensischen Gebieten: “So lange dieses parasitäre Pack nicht von seinem ‘Recht auf Rückkehr’ Gebrauch macht, wird es keinen Frieden in Palästina geben.” Der Gegner ist schwul und “parasitäres Pack” – das ist eine rechtsextreme Rhetorik, die der Broder, den ich einmal kannte, einfach nur widerlich gefunden hätte.“ (Hier der Text auf Zeit.de)

Es handelt sich also um die gleiche Textcollage, die auch Miriam Lau im Januar 2015 benutzt, um die Achse als illiberales, schwulen- und sonstwiefeindliches Sammelbecken zu charakterisieren.

Jeder Leser des kompletten Broder-Textes merkt übrigens, dass der Autor den NGO-Aktivisten Tsafir Cohen nicht wegen dessen Sexualität angreift, zu der auch gar nichts weiter ausgeführt wird, sondern wegen dessen opportunistischer Haltung

Die Darstellung der antiisraelisch gebürsteten und mit reichlich Steuergeld ausgestatteten NGOs in der Westbank und dem Gazastreifen als parasitär deckt sich übrigens ganz gut mit einem Text, den der amerikanisch-israelische Tuvia Tenenbom kürzlich im Zeitmagazin veröffentlicht hatte. Seinen Knalltüteneffekt erreichte Lau seinerzeit nur dadurch, dass er die Begriffe „schwul“  – den Broder in dem Beitrag übrigens gar nicht verwendet hatte – und „parasitäres Pack“ in einem Satz kompiliert und findet, damit habe er über ein Blog mit dutzenden Autoren und tausenden Texten alles nötige gesagt.

Aber der Ziehbrunnen, aus dem Lau 2.0 im Januar 2015 ihre vergangene und schon etwas streng riechende Meinungen schöpft, reicht tiefer, wenigstens in das „Zeit“-Jahr 2010. Damals griff  Feuilletonchef Jens Jessen selbst in die Tasten, und befand folgendes:

„Vielleicht empfiehlt es sich, die Internetseite »Achse des Guten«, die besonders großzügig mit … Unterstellungen arbeitet, aus der Debatte herauszuhalten. Sie hat sich eher als Achse des Bösen gezeigt. Sie ist nicht an Aufklärung interessiert, sondern will den Westen in eine dem Islamismus analoge Hassposition emporpeitschen.“ (Link zum Text).

Mit analogen Hasspositionen kennt sich Jessen übrigens aus:  2008 erklärte er in einem Videoblog, ein Leninbild im Hintergrund, wie ein „deutscher Spießer“ in einer Münchner U-Bahn „den Anlass“ für einen „Zusammenstoß“ gegeben habe, in dem er zwei jeweils aus der Türkei und aus Griechenland stammenden Jugendliche bat, die Zigaretten auszumachen. Diese „dummen Anquatschungen“ (Jessen), diese emporgepeitschten Hassposition quittierten die beiden Jugendlichen damals mit mehreren Tritten gegen den Kopf des Rentners („Zusammenstoß“), der damals bleibende Schäden davontrug, aber knapp überlebte. Hier lässt sich Jessens Referat samt Uljanow-Ikone noch einmal anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=lXhLAdPFROs

Immerhin spart sich Jessen den pseudopädagogischen Twist, die bessere Vergangenheit des verhassten Mediums taktisch zu loben. Wir fassen also zusammen:  Schon 2010, als die Achse noch jung war und Michael Miersch sie als Schreiber entscheidend mitprägte, war sie die Achse des Bösen, vertrat Hasspositionen, die dem Massenmord der Islamisten nicht nur ungefähr, sondern so analog entsprachen wie die deutsche Rentnerspießigkeit einem Komatritt; 2012 arbeitete sich das Autorenblog als Sammelbecken rechtsextremer Rhetorik weiter in die Tiefe, und Ende 2014, als Michael Miersch sich als Autor zurückzog, wurde es dann richtig schlimm.

Ich wäre der letzte, der behaupten würde, die Achse sei ein perfektes Medium. Aber unter allen Medien ist sie immer noch dasjenige, das ungefähr so bunt ist, wie sich die weißen, mittelschichtigen konformen deutschen Redaktionen Deutschland unentwegt wünschen. Wahrscheinlich gibt es in keinem Autorennetzwerk so viele Schreiber mit einer anderen als einer bundesdeutschen Normalbiografie, so viele unberechenbare Textproduzenten und so wenige Autoren, die sich dafür interessieren, was in Berliner Hintergrundrunden geredet wird.  Und vermutlich herrscht unter den Achse-Autoren ein Politikwissenschaftler-  und Gschaftlhubermangel, den keine Redaktion je bei sich dulden würde. Deshalb muss Achgut auch aus der Debatte herausgehalten und nur alle paar Jahre kurzzeitig eingeführt werden, um nachzuweisen, dass die Lage dieses Blogs schon immer schlimm war. Allerdings noch nie so schlimm wie jetzt.

Der „Grüne Blackout“ in den Medien – und ein Gruß vom SPD-Vize

Das niederländische Webportal „De Dagelijk Standaard“ und die WAZ weisen auf mein Buch „Der grüne Blackout“ beziehungsweise einen Text von mir zu ruinösen Windkraftanlagen hin.

Und SPD-Vize Ralf Stegner schickt mir einen Twittergruß. Vor kurzem hatte ich im Focus einen Text geschrieben, der Parteichef Sigmar Gabriel beispringt und dessen Versuch unterstützt, seiner Funktionärsebene etwas wirtschaftlichen Realismus einzuflößen. Stegner missfällt das.

Ein Bezug zu Sarrazin kommt in meinem Text übrigens nirgends vor. Und zur CDU auch nicht. Aber zu den sozialdemokratischen Kernwählern, die Stegner offenbar genau so schlimm findet.

Aufklärung für Öko-Religiöse

Michael Miersch und Dirk Maxeiner definieren in ihrem neuesten Buch den Begriff „grün“ neu

Ein Gastbeitrag von Dr. Martin Leonhard

Grün sein bedeutet für die Autoren Maxeiner und Miersch, den Menschen und seine Umwelt wieder zum Maß der Dinge zu machen. So das scheinbar schlichte Bekenntnis und doch ein Hilferuf als Schlusssatz eines fesselnden Buches, das jedem mündigen Bürger, vor allem auch jedem Lehrer, Journalisten, Entscheidungs- und Mandatsträger wärmstens zur Lektüre empfohlen werden kann. Das Buch besticht durch eine Vielzahl an Fakten, anhand derer sich der Leser selbst ein eigenes Bild machen kann.
Maxeiner und Miersch sehen sich selbst als Renegaten, als abtrünnige Umweltbewegte. Sie entlarven den „Ökologismus“ als eine der einflussreichsten Religionen der westlichen Welt und sehen sich dabei nicht nur im Einklang mit Michael Crichton, dem verstorbenen Bestsellerautoren (u.a. Jurassic Park), der den Ökologismus seinerseits als die „bevorzugte Religion urbaner Atheisten“ bezeichnete.
All diejenigen, die den Titel nun goutierend zur Seite legen möchten, da ihre eigene politische Vorzugsfarbe eine andere als grün ist, ist die Lektüre besonders zu empfehlen. Politikern der Unionsparteien sei das Buch wärmstens ans Herz gelegt. Auch die Autoren haben festgestellt, dass die CDU grüne Forderungen ein wenig später übernehme als andere, sie dann aber als alternativlos adle. Somit besteht für die CDU dann die Gefahr, so die Einschätzung des Rezensenten, dass sie in einem der hinteren Wagen auch als eine der letzten merkt, dass der Rest des Zugs längst abgekoppelt und auf einem anderen Gleis fährt. Auf dem anderen Gleis winken dann bereits exemplarisch der Bergsteiger und Naturschützer Reinhold Messner, das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) oder die Expertenkommission der Bundesregierung, die alle auf ihre Art und Weise scharf die deutsche Energie- oder Klimapolitik der Bundesregierung als überstürzt, unwirksam oder beides kritisieren.
Der Leser ahnt es schon, es ist alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen, was die Autoren anpacken und aufdecken, und davon gibt es auf etwa 380 Seiten eine ganze Menge. Der Leser und alle Entscheidungsträger werden aufgefordert, grünes Denken zu hinterfragen. Das Mantra vom Glauben an die Energiewende hat etwas Sektiererisches, nicht etwas Gottgegebenes. Wir seien denkfaul geworden und die Politik erklärt uns den Weg als alternativlos für die nachfolgenden Generationen. Diejenigen mit der besten naturwissenschaftlichen Bildung seien gegenüber der These der gefährlichen Klimaerwärmung skeptischer als diejenigen mit schlechter Bildung, so zitieren die Autoren Untersuchungen der renommierten Yale Universität. Ein Plädoyer für gute Bildung und kritisches Denken folgt. Wir als Land, das das Kapital zwischen den Ohren hat, sollte da noch Potential haben.
Die Autoren berichten von konkreten Maulkörben für die Wissenschaft, wenn die Botschaft nicht in die klimapolitisch richtige Richtung gehe, oder das generalstabsmäßige Manipulieren von Daten, was 2009 in Fachkreisen als Climategate-Skandal die Runde machte. Die Wissen- schaft bezahle für diese Instrumentalisierung, dass sie von Vielen nicht mehr entsprechend ernst genommen werde. Die Robustheit und fehlende Validierungsmöglichkeit der etablierten Klimamodelle werden hinterfragt, die trotz unbestritten steigender CO2-Werte die seit 1998 etwa konstante Globaltemperatur nicht vorhergesagt haben.
Es wird herausgearbeitet und belegt, dass Armut Natur zerstöre und erst ein gewisser Wohl- stand die Voraussetzung dafür sei, dass man es sich leisten könne, die Umwelt zu schützen. Bezahlbare Energie ermögliche ein gewisses Wohlstandsniveau in Schwellenländern, teure Windkraftwerke sicher nicht. Das Idyll von „zurück zur Natur“, kleinparzelligem, autarkem Leben, das unabhängig vom Rest der Gesellschaft sei, wird dabei angekratzt.
Die Kapitel zur Energiewende in Deutschland sind ein Muss für den Politiker: Ja, man konnte das deutsche Desaster tatsächlich kommen sehen. Die Gebetsmühlen der deutschen Politik überzeugen den aufgeklärten Bürger und Leser des Buches nicht. Die Geschichte des „EEG und der Energiewende ist deshalb eine exemplarische Geschichte für grünes Nicht-Wissen- Wollen und hartnäckige Realitätsverweigerung. Die politische Klasse in Deutschland tut allerdings so, als wäre sie völlig überrascht davon“. Leser des Buches werden solchen Politikern nicht mehr glauben und Fragen nach einer verantwortungsvollen Energiepolitik stellen. Deutschland will der energiepolitische Vorreiter der Welt sein, doch wer folgt?
Das Buch bietet auch einen sehr interessanten Exkurs zur Umweltbewegung der DDR mit einem Gespräch mit Vera Lengsfeld, einer DDR-Grünen der ersten Stunde, die heute CDU- Mitglied ist. Lengsfeld heute kritisch über die Union: „Die ideologiegesteuerte Energie- wende ist ein Coup d’État, wie ich ihn mir bei der Partei der wirtschaftlichen Vernunft, die die CDU einmal war, nicht hätte vorstellen können. Die grüne Ideologie legt sich wie Mehltau über das Land… Zum grünen Mehltau gehört für mich die Vorstellung, planwirtschaftlich verfahren zu müssen. Das ist mehr als erstaunlich, nachdem die Planwirtschaft so kläglich gescheitert ist…. Spätestens seit dem Katastrophenwinter 1978/79 in der DDR, wo ich Energieabschaltungen und ihre Folgen live erlebt habe, ist mein Bedarf an Planwirtschaft gedeckt.“
Anders als es der Titel vermuten lassen könnte geht es Maxeiner und Miersch nur am Rande um die Partei Die Grünen. Kritisch müsse man Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe, den WWF, das Öko-Institut, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, BUND, Greenpeace, PETA und Co. beleuchten. Warum? Diese sogenannten Nicht-Regierungs-Organisationen, aus dem englischen dann als NGOs abgekürzt sind demokratisch nur schwach legitimierte Organisationen, mit oft kleiner Vereinsbasis aber ungehöriger Reichweite und Finanz- kraft. Wer bei einigen der NGOs zu den Spendern zählt, lässt sich im Buch nachlesen. An einem Beispiel etwa wird gezeigt, dass für Marketing und Finanzen doppelt so viel Personal beschäftigt sei, wie im vermeintlichen Kernbereich Umweltschutz. Verkehrte Welt, aber dafür fließen unsere Spendengelder. Verkehrte Welt auch in Berlin: In der schwarz-roten Bundesregierung seien mit Billen (BMJV), Flasbarth (BMU), Baake (BMWi) immerhin drei grüne Staatssekretäre mit NGO-Hintergrund in Bundesministerien vertreten.
Eine große Chance wird Deutschland als wasserreichem Land zugeschrieben, ein Aspekt, der nur selten thematisiert werde („Megatrend Wasser“). Die Autoren plädieren dafür, unsere Landwirtschaft und die dazugehörende Forschung noch weiter auszubauen und entsprechende Technologien zu exportieren. Landwirte gehören zu den weltweit am meisten unter- schätzten Innovatoren.
Die Autoren wagen sich auch an die komplexe und heikle Thematik Gentechnik heran. Dabei stellen Sie etwa die Gretchenfrage, ob der Pekinese nicht auch ein durch menschliche Zuchteinwirkung umgeformter Wolf sei, oder ob man diese Art der Entwicklung als wirklich natürlich betrachte. Die Autoren fragen sich, mit welcher ethischen Begründung der frei verfügbare „Goldene Reis“ bekämpft werde, der viele Ernährungsprobleme der Welt lösen könne und stellen andere gentechnische Reizthemen auf den Prüfstand. Von der Position des Überflusses dürften wir gern im Supermarkt am Produkt, das uns missfällt vorübergehen. Handeln wir aber verantwortungsvoll, wenn durch unser Verhalten Forschungsgelder gestoppt werden, mit denen Lösungen für Ernährungsprobleme im Armenhaus der Welt ermöglicht würden? Diese Verantwortung tragen tatsächlich auch wir und die publizierte Meinung.
Weitere Themen umfassen: Warum in den 1970-er Jahren mit einer one-size-fits-all-Politik die Malaria nicht ausgerottet wurde, wie fair Fairtrade tatsächlich ist, Waljagd: Mythos und Wirklichkeit, was blieb vom Waldsterben, Palmöl und Regenwaldabholzung, wie viel Bio ist in Biodiesel, Torfwälder Indonesiens und vieles andere mehr.

– Alle Urheberrechte bei Dr. Martin Leonhard ©

 


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Dirk Maxeiner, Michael Miersch:
 Alles Grün und Gut?
 Eine Bilanz des ökologischen Denkens
Albrecht Knaus Verlag, München, 2014 384 Seiten, gebunden, 19,99 € (D)

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Aspekte des Islam

War heute wegen meines Titeltextes in Focus “Das hat nichts mit dem Islam zu tun.Doch” als Diskussionsgast bei “Aspekte des Islam” auf Tide TV Hamburg zugeschaltet. Ich muss sagen: Wenn es in den Talkshows der großen Sender gerade beim Thema Islam so unaufgeregt sachlich zuginge, dann wäre das eine kulturelle Bereicherung.

Hier der Beitrag:

 

Das hat nichts…

focus_packshotAusnahmsweise ein Blogtext, der nichts mit Energie zu tun hat, aber mit dem Autor Alexander Wendt: Mein Beitrag zur Titelgeschichte des neuen Focus beschäftigt sich nach dem Massaker von Paris mit der Frage, welcher Islam zur Demokratie passt.

Das hat nichts mit dem Islam zu tun? Doch!

Der neue  Titel des FOCUS stellt die Frage: Hat der Islamismus wirklich nichts mit dem Islam zu tun? Sie stellt die Frage nach der Freiheit des Westens, aber auch nach seiner Feigheit.

 Zwei Sätze aus dem Deutschland des Januar 2015, unmittelbar nach dem Charlie-Hebdo-Massaker in Paris. Der erste: „Wie kann so etwas kein Problem für die Muslime sein oder ’nichts mit dem Islam zu tun haben’, wie es so häufig heißt?“ Der zweite: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun.“ Der erste Satz stammt von liberalen Muslimen des Instituts für Islamische Studien der Universität Frankfurt. Die zweite Aussage von Sigmar Gabriel und etlichen anderen deutschen Spitzenpolitikern. Während sich unter reformorientierten Muslimen erstmals deutliche Selbstkritik regt, halten es viele Politiker für ihre Pflicht, zu beschwichtigen und „den Islam“ pauschal zu einem Teil Deutschlands zu erklären.

Zu den Spitzenpolitikern, die sich gegen die simple Gegenüberstellung von einem vermeintlich unproblematischen Islam und „Islamophobie“ wenden, gehört der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach, der im neuen FOCUS ausführlich zu Wort kommt. Bosbach bekräftigt seine Auffassung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Der Satz von Bundeskanzlerin Merkel, der Islam gehöre zu Deutschland, sei „nicht richtig“, so der Unionspolitiker. Das Argument, er schade Merkel mit seinem Widerspruch in der Islamfrage, will der Unionsmann nicht gelten lassen. „Ich bin nicht gegen Frau Merkel, ich würde mich für sie in jede Schlacht werfen. Aber wenn ich der Auffassung bin, dass der Satz ‚der Islam gehört zu Deutschland‘ meiner Überzeugung nach nicht richtig ist, dann erlaube ich mir auch öffentlich zu erklären, warum“, so Bosbach zu FOCUS. Der CDU-Innenpolitiker sagte, er habe in den letzten Tagen massenhaft Zuschriften zu dieser Debatte erhalten „99 Prozent zustimmend“.

Ebenso lehne er die Formel „das hat nichts mit dem Islam zu tun“ als Reaktion auf islamistische Anschläge ab. “Wann immer es zu einem islamistisch-terroristischen Anschlag kommt, heißt es sofort: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun!“ Natürlich hat ein Anschlag nichts mit der großen Mehrheit der Muslime zu tun, das sind unsere Nachbarn, Arbeitskollegen, Sportkameraden. Und die meisten Terroropfer sind ja selber Muslime. Aber wenn Terroristen als Motivation für ihre Taten auf ihre eigene religiöse Überzeugung verweisen, oder wenn sich ein Terror-Regime ausdrücklich selber als „Islamischer Staat“ bezeichnet, dann müssen diese Phänomene doch etwas mit dem Islam zu tun haben“, argumentierte er in FOCUS.

Bosbach regt außerdem an, eine Vollverschleierung von Frauen in öffentlichen Gebäuden zu unterbinden. „Wir sollten ernsthaft prüfen, ob wir nicht ein Verbot der Vollverschleierung in öffentlichen Räumen beschließen sollten“, so der Unionspolitiker. „Wenn ein Richter damit Probleme hat, dass während einer Urteilsverkündung in einem Prozess über einen islamistischen Gewalttäter im Zuschauerraum voll verschleierte Personen sitzen, dann ist der Mann nicht islamophob, dann sind seine Sorgen berechtigt.“

Die ganze Titelgeschichte nur im gedruckten Focus am Kiosk oder zum Download auf www.focus.de

Zum Jahresende

Zum Jahresende

Liebe Leser des Blogs und des Buches „Der grüne Blackout“, danke für das große Interesse, für dutzende Mails mit Hinweisen und Anregungen, danke für die Werbung in vielen anderen Blogs und Diskussionen. Und herzlichen Dank für überwältigend viele positive Leserrezensionen bei Amazon!

Seit seinem Verkaufsstart im März 2014 hat der „Grüne Blackout“ gut 3 500 Käufer gefunden. Er zählt damit zu den erfolgreichsten Sachbüchern über das Thema Energiewende in Deutschland.

Der Presseclub Wiesbaden hatte mich zu einer anregenden Diskussion eingeladen, die „Basler Zeitung“ gebeten, als Gastautor eine kritische Bilanz der deutschen Energiepolitik zu ziehen. In der „Welt“ und anderen deutschen Zeitungen und Zeitschriften war der „Grüne Blackout“ Thema.

Im kommenden Jahr wird Koalition in Berlin entscheiden müssen, auch konventionelle Kraftwerke zu subventionieren – weil die Ökoenergie Kohle und vor allem Gas ins Minus drückt, die für eine sichere Stromversorgung aber beide gebraucht werden. Die Fahrt auf der abschüssigen Bahn geht  2015 in die nächste steile Kurve. Und liefert meinen Blogbeiträgen mit Sicherheit genügend Stoff. Cheerio!

 

Basler Zeitung: Zeit für eine nüchterne Bilanz

Die Schweizer interessieren sich brennend dafür, wie es mit der deutschen Energiewende weitergeht. Eine Antwort liefert mein Beitrag “Zeit für eine nüchterne Bilanz” in der Basler Zeitung vom 12. Dezember auf Seite 3. Fazit: Die Energiewende kostet Milliarden, gefährdet das gesamte Stromversorgungssystem – und spart nicht ein Gramm Kohlendioxid.

 

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