Der grüne Blackout

Warum die Energiewende nicht funktionieren kann

Die Energiewende steckt in einer tiefen Krise: Regierungspolitiker räumen mittlerweile ein, dass kaum etwas in dem deutschen Musterschülerprojekt nach Plan läuft. Millionen Stromkunden bringen mehr als 20 Milliarden Euro an jährlichen Subventionen auf, während nur wenige profitieren. Das grüne Jobwunder fand nur in Prognosen statt. Und zur Kohlendioxid-Reduzierung trägt die Ökoenergie nichts bei. „Der Grüne Blackout“ von Alexander Wendt zeigt: Die Energiewende scheitert nicht an ihren vermeintlichen Feinden – sondern an ihrer falschen Konstruktion.

Erscheinungsdatum:

1. Auflage: 10.03. 2014

2. erweiterte Auflage: 28.08.2014 – 180 Seiten (print)

3. erweiterte Auflage: 20.03.2017

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Wie ich das Zweifeln lernte

Ich gebe zu: ganz am Anfang fand ich die Idee der grünen Energien nicht verkehrt, und ich verteidigte sie in Diskussionen mit Bekannten. Es mag seltsam klingen, wenn das ein Autor schreibt, der gerade sein Buch „Der Grüne Blackout. Warum die Energiewende nicht funktionieren kann“ auf den Markt schickt. Aber es stimmt. Mir ging es weniger um die Reduzierung des globalen Kohlendioxids: dazu könnten deutsche Windräder und Solarmodule nur einen homöopathischen Beitrag leisten, selbst dann, wenn sie den gesamten Strom erzeugen würden. Aber der Gedanke, das Land könnte einen bestimmten Teil seine Energie aus Wind, Sonne und Pflanzengas zapfen, sich auf diese Weise von Putins Gashandel unabhängig machen und dank Elektroautos in fernerer Zukunft auch noch mittelöstliche Ölscheichtümer etwas distanzierter behandeln – ja, diese Vorstellung besaß für mich durchaus ihren Reiz. Im Jahr 2000 trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft, und eine zunächst kleine und unauffällige Subventionsmaschine kam in Gang. Im ersten Jahr des Gesetzes zahlten die Stromkunden bescheidene 883 Millionen Euro Grünstromsubventionen über ihre E-Werk-Rechnungen. Im Jahr 2013 waren es 20,36 Milliarden Euro. Aber die Kostensteigerung auf mehr als das 22fache in 13 Jahren allein hätte mich weder in den Zweifel getrieben noch dazu gebracht, ein Buch über das größte ökonomische Desaster der Bundesrepublik zu schreiben. Nehmen wir an, das Unternehmen Grünstrom würde zwar diese gigantische Anschubsubvention fordern, auf der anderen Seite stünde aber auch ein ungefähr gleichgroßer Gewinn: Hunderttausende, die mit ihren Windkraftbeteiligungen und Solaraktien gut verdienten, eine Million neuer Jobs, deutsche Solarfirmen an der Weltmarktspitze und eine wachsende Unabhängigkeit von Energieexporteuren, und nach, sagen wir, fünfzehn Jahren kämen die neuen Energien auch ohne Förderung aus, dann hätte ich aus der Perspektive des Wirtschaftsjournalisten gesagt: Die Sache ist teuer, aber wir sollten sie als Investition betrachten.

Um mit Bertolt Brecht zu sprechen: Aber die Verhältnisse sind nicht so.

Es gibt leider nur zwei Möglichkeit. Entweder, man zahlt stillschweigend seine Stromrechnung und nimmt die Versprechen von Politikern, die Ökostromförderung werde so gut wie nicht kosten (“nicht mehr als eine Kugel Eis“) einfach hin wie falsche Wetterberichte. Oder man dringt tatsächlich in die Zahlen, Zusammenhänge und Lobbyinteressen dieses Billionenprojektes ein. Zunächst zweifelt der Rechercheur in solchen Fällen  eher am eigenen Verstand als an dem der anderen. Danach blickt er allerdings entschieden anders auf die Elite dieses Landes.

Was mir – neben der Tatsache, dass die Ökostromförderung enorm viel kostete – erstes auffiel, waren die Ausbaupläne der einzelnen Bundesländer. Schleswig-Holstein will mit Windenergie das Dreifache des eigenen Bedarfs erzeugen, Niedersachsen 150 Prozent, aber selbst das südliche Rheinland-Pfalz strebt bis 2030 eine Stromautarkie durch Windräder an, für die hunderte Bäume im Rheintal und im Westerwald fallen sollen. Wer nimmt in dieser schönen neuen Grünstromwelt eigentlich die Überschüsse aus dem Norden ab? Geeignete Speicher existieren kaum. Und schon jetzt entstehen an sonnigen und windigen Tagen tausende Megawatt Strom, die niemand braucht. Allerdings funktioniert die Übung auch von Jahr zu Jahr besser, den mit Milliarden geförderten Ökostromüberfluss nach Frankreich zu verschenken. Beziehungsweise noch Geld dafür zu zahlen, dass jemand die  Energie abnimmt. Die deutschen Stromkunden zahlen selbst für Ökostrom, der nie produziert wurde, weil die Leitungskapazität an etlichen Tagen nicht mehr reicht, um ihn abzutransportieren. Machte allein 2013 rund 35 Millionen Euro. Profitieren wenigstens die Investoren von den Geschäften der rundum gepäppelten Grünstrombranche? Die Aktionäre von Solarworld jedenfalls nicht: Sie verloren im vergangenen Jahr 95 Prozent ihres Kapitals. Die Anleger von Pleitefirmen wie Prokon, Windreich und Windwärts zählen mit Sicherheit auch nicht zu denjenigen, die die angeblichen „Gewinne in Bürgerhand“ einsammeln. Von den so genannten Bürgerwindparks verbrennt jeder dritte Geld; nur ein Drittel erreicht überhaupt Renditen von zwei Prozent und mehr. Tausende, die den Verheißungen des grünen Zeitalters hinterherliefen und ihre Altersvorsorge in Windparks oder Solaraktien steckten, haben ihr Geld schon jetzt verloren. Tausende werden folgen. Vielleicht kaufen sie sich zur Aufmunterung das Buch von Franz Alt: „Auf der Sonnenseite. Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht.“

In Anfang März 2014 legte die vom Bundestag berufene Expertenkommission Forschung und Innovation einen Bericht vor, der die Frage beantwortet, was die Ökostromsubventionen zur technischen Innovation in Deutschland beitragen. Das Fazit: Nichts. Folglich empfehlen die Wissenschaftler, das EEG ersatzlos zu streichen. Aber selbst wenn das geschehen sollte, stehen bis jetzt 400 Milliarden Euro an schon gezahlten und noch zu zahlenden Ökostromsubventionen auf der Uhr. In dem „Grünen Blackout“ geht es nicht um einen technischen Blackout, sondern einen politischen. Denn anders kann man es nicht nennen, wenn einer politischen Klasse kollektiv die Sicherungen durchschmoren. Das Buch rekonstruiert, wie eine kleine, bestens vernetzte Lobbytruppe die größte Geldumverteilung der Geschichte in Gang setzte. Es beantwortet die Eine-Billion-Euro-Frage: Wer sind eigentlich die Gewinner des ganzen Unternehmens?

„Der grüne Blackout“ enthält keine Deepthroat-Enthüllungen. Alle Zahlen und Fakten lassen sich in allgemein zugänglichen Papieren finden. Politische Zeitzeugen gaben bereitwillig Auskunft. Das heißt allerdings auch: Alles, was in dem Buch steht, wussten und wissen die Verantwortlichen von Trittin über Röttgen bis Merkel schon längst. Das macht die Sache so unheimlich.

Den „Grünen Blackout“ gibt es als Taschenbuch (9.99€) oder als E-Book Bundle in den Formaten PDF, EPUB und MOBI für 3,99 Euro. (Oder auf Amazon). So können Sie “Der grüne Blackout” bequem auf PC, Mac, Kindle oder Smartphone lesen. Billiger als der EEG-Umlage-Anteil der monatlichen Stromrechnung ist das allemal. Und im Gegensatz zur Stromrechnung trägt das Buch sogar ein bisschen zur Aufklärung bei.

 

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