Journalist & Autor

Wenn sich einer sonst normal verhält, ist er voll schuldfähig. Da kann er meinetwegen auch gar kein Gehirn haben.“
Hans-Ludwig Kröber, forensischer Psychiater

Ich schweige

Ich erfinde das nicht. Und wenn ich es erfinden würde, wäre ich vorsichtiger, um meine Glaubwürdigkeit auf dem Gebiet der Prosa nicht zu ruinieren. Wo eine Parodie nicht mehr möglich ist, eine Satire auch nicht, da beginnt die Zone der Notwehr. Und die besteht darin, zu zitieren.

„Die rechtsgerichtete politische Instrumentalisierung der Terroranschläge ist widerlich.“
Ralf Stegner nach den Anschlägen von Paris am 14. November auf Twitter

„Pegida hat mitgestochen.“
Ralf Stegner nach dem Messerattentat auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker am 17. Oktober auf Twitter

„Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt.“
Katrin Göring-Eckardt über die Masseneinwanderung nach Deutschland

„Also bin ich mit der Fähre nach Kos gefahren, um mit Flüchtlingen zu sprechen und für sie Öffentlichkeit herzustellen. Und mich beschäftigt schon die Angst, wie das wird, wenn ich das körperlich nicht mehr schaffe.“
Claudia Roth in „Gala“

„Unkontrollierte Zuwanderung heißt, jeder kann nach Deutschland kommen, so wie er Lust hat. Das ist aber nicht die Realität.“
Interview mit dem Vorsitzenden der CDU Nordrhein-Westfalens Armin Laschet im Deutschlandfunk

„Die Bundeskanzlerin betreibt keine unkontrollierte Willkommenspolitik.“
Heiko Maas am 19. November in der „Berliner Morgenpost

„Deutschland ist bunter als die Schwarzmaler von Pegida uns vormachen wollen.“
Heiko Maas zu dpa

„Im Gegenteil, man sollte auf eine konsequente Einschüchterung des ‚Packs’ durch eine konsequente Kriminalisierung setzen, eine Strategie, die zumindest die AfD und die Pegida von ihren autoritären Mitläufermassen trennen würde. These: Wenn sich die Mengen von rechtsaffinen Kleinbürgern in Dresden in einem dreistündigen Polizeikessel erst alle mal in die Hose gepinkelt haben und abschließend mit Wasserwerfern traktiert wurden, dann haben sie für eine geraume Weile genug vom Demonstrieren.“
Der Mainzer Politikwissenschaftler Gerd Mielke im Interview mit dem SWR

„’Alle Schleusen auf‘ ist nicht die deutsche Politik.“
Frank-Walter Steinmeier über die Masseneinwanderung nach Deutschland

„Merkel hat weder die Flüchtlinge eingeladen noch ihr Kommen ausgelöst.“
Norbert Blüm in der FAS vom 1. November 2015

„Warum wollen Sie nach Deutschland?“
„Weil sie uns eingeladen haben.“
Migrant in einem Bericht von Spiegel TV

„Die Leipziger Grünen haben sich in einer Mitgliederversammlung für die Umbenennung des Richard-Wagner-Platzes in „Refugees-Welcome-Platz“ ausgesprochen. Damit schloß sich die Partei der linken Initiative „Leipziger Platzname – Refugees-Welcome-Platz“ an, welche die Umbenennung gefordert hatte. Die Idee der seit einigen Wochen aktiven Bürgerbewegung werde geprüft und durch eine Unterschriftensammlung gestärkt. Durch die Kampagne solle „Gesicht gegen Rassismus“ gezeigt werden.“
Leipziger Volkszeitung

„Der Regierungspräsident von Oberbayern sagte einen Satz, der wirklich bemerkenswert ist, der vielleicht für ein deutsches Spätsommermärchen, für einen deutschen Paradigmenwechsel stehen kann: ‚Rechtliche Fragen sind mir im Moment nicht so wichtig’ – es geht, so proklamiert er, vorrangig um ‚humanitäres Management’. Das ist ein Satz, der Erste Hilfe verspricht; und wer nun, wie dies diverse Politiker in Europa tun, über diese Erste Hilfe klagt, weil sie noch mehr Hilfsbedürftige anlocke – der soll sich schämen.“
Heribert Prantl in der „Süddeutschen“

„Deutschland und Europa müssen sich auf eine ganz neue Zeit einstellen. Unser Wohlstand und die Weise, in Frieden zu leben, werden sich ändern. So wie die Flüchtlinge ihre Lebensgewohnheiten ändern müssen, werden auch wir es tun müssen“
Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, in einer Predigt

„Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck wohnt zwar in einem umgebauten Pfarrhaus aus den 1950er Jahren mit schlechter Isolierung. Dafür aber mit reichlich Platz: Die Räume umfassen auch eine kleine Kapelle und einen Gästebereich – insgesamt 220 Quadratmeter, für die der Geistliche keine Miete zahlt, aber 1.537,50 Euro als geldwerten Vorteil versteuert. Unterwegs ist er in einem geleasten VW Phaeton. Das vergleichsweise große Auto benötige Overbeck wegen seiner langen Beine, um im Fonds arbeiten zu können, sagte ein Sprecher. Overbeck verdient so viel wie ein Staatssekretär, 11.125 Euro brutto im Monat.“
Aus katolisch.de

„Ich kann nicht erkennen, dass die Entscheidung der Kanzlerin, die Flüchtlinge aus Ungarn vorübergehend unbürokratisch einreisen zu lassen, falsch war. Was kann denn eine Bundeskanzlerin angesichts der Bilder, die wir aus Ungarn gesehen haben, sagen? Ich habe ihr dafür öffentlich gedankt. Sie hat sich sogar über das Gesetz hinweggesetzt. Das gehört auch zur politischen Führung! (…) Ich glaube, sie hat das sehr gut kalkuliert und bewusst getan.“
Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz im „Merkur

„Kardinal Reinhard Marx zählt zu den Großverdienern unter den deutschen Bischöfen. Er kommt auf 11.500 Euro pro Monat. Miete muss er davon nicht zahlen. Der Freistaat Bayern stellt dem einflussreichen Oberhirten das Erzbischöfliche Palais zur Verfügung. Marx bewohnt im Palais Holnstein eine Drei-Zimmer-Wohnung (90 qm). Das Rokokogebäude wurde für acht Millionen Euro generalsaniert. Den Löwenanteil zahlte das Land Bayern. Marx hat als Dienstwagen die Oberklasse-Limousine BMW 730i, mit Chauffeur. Besoldungsgruppe: B10.“
Aus katholisch.de

„WE LOVE Volkstod.“
Plakat an einem Lautsprecherwagen der Linkspartei bei einer Demonstration in Frankfurt/Oder am 1. November 2015

„Unser Land nimmt durch die Energiewende eine internationale Vorbildfunktion ein – die Welt schaut auf uns.“
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in „Neue Energie“ November 2015

„Sind 95 Prozent weniger CO2-Emission wirklich realistisch? Hendricks: Ja, davon bin ich überzeugt. Und jeder muss dazu beitragen, nicht nur die Energiebranchen. Die wird immer als erstes genannt, aber auch die Bereiche Verkehr und Wohnungsbau sind gefragt. 2050 darf es nur noch den unvermeidbaren Klimagasausstoß der Landwirtschaft geben. Sonst nichts.“
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks über die Zukunft Deutschlands in „Focus“

„Das wichtigste Thema wird aus meiner Sicht die Finanzierung des Journalismus werden.. Wichtig ist daher eine neue Art der Finanzierung. Die muss aber staatsfern sein. (…) Wir werden ein ähnliches Modell wie bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten brauchen. Ich halte es für realistisch, dass eine Haushaltsabgabe für Zeitungen, egal ob sie als Printprodukte oder online erscheinen, eingeführt wird. Wie soll sonst zum Beispiel Lokalpolitik noch an die Bürger vermittelt werden?“
er Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes Michael Konken in kress report

„Guten Morgen – ein Tipp für die Frühaufsteher: Um 7.15 Uhr spreche ich im Live-Interview mit dem Deutschlandfunk über die Flüchtlingsfrage und wer für die Kosten aufkommt. Der Steuerzahler jedenfalls nicht – der Bund hat gut gewirtschaftet!“
Julia Klöckner auf Facebook

„Washington in Washington. Und ich.“
Bildunterschrift auf der Facebookseite von Renate Künast unter einem Foto, das Künast vor dem Lincoln-Denkmal zeigt

„Unterdessen hat eine Buchhandlung im nordrhein-westfälischen Hamm angekündigt, am Wochenende Bücher von Pirinçci vernichten zu wollen. Der Inhaber des Atrium-Buchpalastes Friedhelm Nonte möchte laut dem Westfälischen Anzeiger während des verkaufsoffenen Sonntags ‚ein Zeichen’ setzen. Zwischen 13 und 17 Uhr werde Nonte seinen Bestand von Akif Pirinçci in seinem Antiquariat öffentlich schreddern. ‚Bürger, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten, lädt er ein, mit Büchern ins Ladenlokal zu kommen’, heißt es in dem Bericht.“
Westfälischer Anzeiger

„Und wenn wir in diesen Tagen die Bilder der Flüchtlinge verfolgen, … diese Bilder erinnern uns eher an Zeiten, wo es nicht so friedlich war in Europa. Diese Bilder müssen Bilder werden, wo wir unserer gesamteuropäischen Verantwortung gerecht werden.“
Angela Merkel auf dem IG Metall-Kongress am 22. Oktober 2015

„Das ‚Freie Wort’ (Donnerstag) zitierte aus einer E-Mail der Landespolizeidirektion Nordhausen vom 4. Februar dieses Jahres. Darin heißt es nach Angaben des Blattes, dass bei ‚Einsätzen in den Unterkünften, die keine Außenwirkung erzielen’, ‚keine Pressemeldung gefertigt’ werde. Die Polizei solle nur ‚bei eventuellen Anfragen’ von Medienvertretern reagieren. Nur bei größeren Vorfällen wie Bränden oder Massenschlägereien solle informiert werden.“
„Freies Wort“ und andere Thüringer Zeitungen

„Wie sieht denn eigentlich eine Flüchtlingspolitik aus, die Ihnen gefällt? Manche fürchten ja, die Grünen wollen offene Grenzen, und jeder kann kommen, der will.“
ARD-Journalist im Interview mit Anton Hofreiter 21. Juni 2015

„Dresden, das ist vor allem die Frauenkirche, die ist wieder aufgebaut worden, nachdem die Nazis sie zerstört haben.“
Katrin Göring-Eckardt im ARD-Morgenmagazin

„Die Kanzlerin hat den israelischen Premier bei seinem Besuch an dessen Verantwortung erinnert, sein Volk zu schützen.“
Zeit Online

„Die neue Qualität der Hetze sollte allen Demokraten ein Ansporn sein, noch entschiedener für unsere offene und tolerante Gesellschaft einzutreten.“
Heiko Maas auf Spiegel Online

„Besorgte Bürger entsorgen.“ Transparent bei einer Demonstration der Linkspartei am 17. 10. 2015 in Rostock

„Wir lachen auf Facebook, und wir lachen auf Twitter. „Wenn man diese Pegida Trottel sieht, fragt man sich wie eine Pisa-Studie der DDR in den 70ern wohl ausgesehen hätte?!“,schreibt jemand. „Selbst mit dem addierten IQ aller Pegida-Trottel hätte eine Kuh noch Mühe, Ihre Blasenfunktion zu regulieren“, jemand anderes.“
Magarete Stokowski auf Spiegel Online

„Und dann ist doch die Aufgabe einfach, dass man so rangeht, dass man es schafft. Und dann kann man das auch schaffen. Ich habe überhaupt keinen Zweifel. Stellen Sie sich mal vor, wir würden jetzt alle miteinander erklären, wir schaffen’s nicht. Und dann?
Angela Merkel in der ARD bei Anne Will

„So viele sind es ja nicht, die da kommen.“
Jakob Augstein bei Maischberger über Migration nach Deutschland

„In unserem Land ist nie wieder Platz für Antisemitismus. Leider wurden aber allein im letzten Jahr über 1500 antisemitische Straftaten in Deutschland begangen.“
Heiko Maas auf seiner Facebookseite 

„Inschallah, ich freue mich, dass ich euch hier begrüßen darf.“
Bodo Ramelow zu Migranten am Saalfelder Bahnhof

„Nach dem Abbruch des Spiels zwischen dem jüdisch geprägten Fußballverein TuS Makkabi III und dem muslimisch geprägten 1. FC Neukölln meldet sich nun Schiedsrichter Werner Maass zu Wort. Er bestätigt, dass es seitens der Neuköllner Kicker zu massiven Gewaltandrohungen kam. ’Wir holen jetzt die Messer ‚raus!‘ und ‚wir treffen uns auf dem Weg zur Kabine‘, wurde gegenüber den Makkabi-Spielern geäußert. Das habe ich selbst gehört’, sagt er. Rassistische Sprüche seien aber nicht dabei gewesen.“
Tagesspiegel

„Deutschlandfunk: Das müssen Sie uns näher erklären. Verharmlosung der ganzen Bewegung, was meinen Sie damit?
Heiner Geißler: Damit meine ich, dass man nicht erkennen will, dass diese Bewegung, dass Pegida nichts anderes ist als eine Zusammenkunft aus einem größeren Spektrum in der Bundesrepublik Deutschland. Untersuchungen haben ergeben, wir haben in Deutschland ungefähr 10 bis 20 Prozent Leute, die sind nicht nur gegen Ausländer, die sind gegen Europa, gegen die Prügelstrafe, gegen die Frauenquote und eben auch gegen Ausländer.“
Heiner Geißler im Deutschlandfunk

„Alles, was noch nicht geschehen ist, ist Zukunft, wenn es nicht gerade jetzt ist.“ 
Merkel in Frontal 21, 2014

„Wenn diese Troika aus Merkel, Schäuble und Sigmar Gabriel jetzt einen Plan vorwerfen, der Griechenland zwingt,  entweder in einen Grexit zu gehen oder einen Ausverkauf des Landes mit zu unterschreiben, dann ist das ein ganz fataler Weg.“
Simone Peter im ARD-Sommerinterview 2015

„Wir haben es in der Hand, ob wir Kleinmütige oder Zauderer sind.“ 
Merkel auf dem CSU-Parteitag im November 2010

„Heute vor zwei Jahren ereignete sich die verheerende Atom-Katastrophe von Fukushima, die nach Tschernobyl ein weiteres Mal eine ganze Region und mit ihr die ganze Welt in den atomaren Abgrund blicken ließ. Insgesamt starben bei der Katastrophe in Japan 16 000 Menschen, mehr als 2700 gelten immer noch als vermisst.“
Claudia Roth 2013 auf Facebook

„Im Spitzenlastbereich …verbrauchen wir 80 Gigabyte. Wir produzieren aber ungefähr 140 Gigabyte. Das heißt das Anderthalbfache haben wir noch übrig von dem, was wir brauchen.“
Cem Özdemir in der ARD über Stromerzeugung in Deutschland

„Veränderte Verhältnisse verändern verändertes Handeln.“ 
Merkel im Bundestag, November 2012

Den Hinweis auf zwei Merkel-Zitate erhielt ich von meinem Kollegen Michael Klonovsky über dessen Blog.

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